Mediation

Mediation oder Konfliktberatung bietet die Chance sich bei Konflikten außergerichtlich zu einigen. Dies kann gelingen, wenn die Beteiligten bereit sind, Lösungen für ihren Konflikt mit Hilfe neutraler Personen gemeinsam und eigenverantwortlich zu finden.

  • Die Gespräche werden nach Absprache je nach Situation von 2 Mediatoren des Mediationsteams Halle geführt
  • Kosten: 150 Euro / 90 min
  • Zeitlicher Abstand zwischen den Gesprächen: nach Vereinbarung

Wie können wir trotz Trennung gut für unser Kind / unsere gemeinsamen Kinder sorgen?

Wie kann es uns gelingen, zukünftig gut Absprachen zu treffen?

Wie mache ich mich verständlich bzgl. dessen, was mir wichtig ist?

Wie kann es trotz Verletzungen gelingen, zusammen als Erziehende zu agieren?

Ein Paar bleibt auch nach der Trennung als Eltern für die Bedürfnisse der gemeinsamen Kinder zuständig – aus Liebespartnern werden Erziehungspartner.

Manchmal sind wir aber durch die Vorkommnisse, die zur Trennung geführt haben, noch so eingenommen, dass wir uns nicht sofort auf ein neues partnerschaftliches Verhältnis mit der Person einlassen können, zu der wir gerade eine Liebesbeziehung beendet haben. Dann kann eine Mediation helfen, akut zu regelnde Angelegenheiten wie Umgangsgestaltung, Erziehungsfragen etc. zu klären:

Mediation
Mediation heißt Konfliktvermittlung. Durch die vermittelnde Unterstützung eines allparteilichen Dritten, des Mediators, erarbeiten alle an einem Konflikt beteiligten Parteien eine eigenverantwortliche, für die Zukunft tragfähige außergerichtliche Konfliktlösung oder -regelung zum Vorteil aller Konfliktbeteiligten.

Mediatoren
Die Mediatoren sind für den Gesprächsverlauf bzw. die Struktur der Gespräche verantwortlich, haben aber keine Entscheidungsbefugnis. Sie achten auf die Einhaltung von Gesprächsregeln und sorgen dafür, dass die Gespräche zielorientiert verlaufen.
Dabei enthalten sich die Mediatoren jeglicher Stellungnahme zu Rechtsfragen und sind nicht verantwortlich für rechtliche Belange, zum Beispiel Einhaltung von Fristen usw. Die Mediation endet mit einer Vereinbarung. Für den Inhalt der Mediationsvereinbarung übernehmen die Mediatoren keinerlei rechtliche oder sonst wie geartete Haftung. Die Medianden können die Vereinbarung außerhalb der Mediation überprüfen zu lassen.

Medianden
Entscheidungsbefugte Experten für die Lösungen des Konfliktes bleiben die Konfliktparteien, die Medianden. Ein Sorge- oder Umgangsrechtsverfahren muss in dieser Zeit ausgesetzt sein.
Der Inhalt der Mediationsgespräche ist vertraulich. Die Medianden verpflichten sich, die Mediatoren im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung nicht als Zeugen zu benennen. Die Abschlussvereinbarung bzw. Ergebnisprotokolle können die Medianden ihren Anwälten übergeben. Sollte es zu einer späteren gerichtlichen Auseinandersetzung kommen, werden bereits in der Mediation erzielte Ergebnisse als Grundlage in das Verfahren eingebracht.

Wenn wir die Welt oder zumindest das eigene Beziehungserleben ein bisschen besser machen wollen, sollten wir mit unserem Gegenüber respektvoll umgehen. Das bedeutet im ersten Schritt, dass wir uns selbst gegenüber respektvoll sind (das gilt natürlich genauso für Wertschätzung, Anerkennung und Zuwendung).

Beachten wir unsere Bedürfnisse? Nehmen wir sie wahr und erfüllen wir sie? Kennen wir überhaupt unsere Bedürfnisse?

Grundsätzlich haben alle Menschen die gleichen Bedürfnisse, nur zu unterschiedlichen Zeiten und unterschiedlich stark ausgeprägt. Diese können körperlicher, sozialer und individueller Natur sein. Hierarchisch am wichtigsten ist jedoch in jedem Moment das akute Bedürfnis. Wollen wir z.B. eigentlich unser Bedürfnis nach Nahrungsaufnahme stillen, aber eins unserer Kinder verletzt sich in diesem Moment, werden wir unserem Bedürfnis nach Fürsorge nachgehen.

Das heißt, wir haben immer mehrere Bedürfnisse gleichzeitig, erfüllen in der Regel aber nur das dringendste. Deswegen ist es gut, die eigenen Bedürfnisse bewusst wahrzunehmen, damit auch die nicht ganz so dringenden Bedürfnisse erfüllt werden können. Denn ansonsten werden wir unzufrieden.

Nicht unser Gegenüber ist für die Erfüllung unserer Bedürfnisse zuständig oder verantwortlich, sondern nur wir selbst. Sind uns unsere Bedürfnisse bewusst, können wir sie äußern, und kommunizieren damit verständlich und respektvoll. Wir können den anderen bitten, uns ein Stück entgegenzukommen, uns überlegen, welche Alternativen wir haben oder auch die Erfüllung unseres Bedürfnisses verschieben, wenn wir es uns nicht allein erfüllen können. In jedem Fall gilt es, auch ein „Nein“ unseres Erziehungspartners / unserer Erziehungspartnerin zu respektieren.

Eine respektvolle Kommunikation befähigt auch in schwierigen Situationen dazu, verständlich und konstruktiv in den Austausch über ein Problem zu kommen und die Sichtweise unseres Gegenübers zu verstehen. Denn unsere Sicht auf die Dinge ist immer geprägt von unseren Erfahrungen und aktuellen Empfindungen. Sie ist nie objektiv, sondern eben unsere subjektive Wahrnehmung.

Verändern wir unsere Sichtweise auf eine Sache, stellt sich diese oft anders dar. Und genau dazu dient der Austausch mit unserem Gegenüber, welcher zur Klärung oder zumindest Befriedung führen kann. Respektvoll bedeutet, unser Gegenüber nicht überzeugen oder verändern zu wollen, sondern ein gegenseitiges Verständnis zu erreichen. Das gilt für unseren Erziehungspartner / unsere Erziehungspartnerin genauso wie für unser Kind oder unsere Freunde.

Respekt als eine Säule gelingender Beziehungen.

Respektvoll Kommunizieren heißt: ohne Vorwürfe oder Forderungen belastende Situationen anzusprechen und sich darüber mit dem Erziehungspartner / der Erziehungspartnerin auszutauschen. Denn nur wenn wir im guten Austausch sind, haben wir die Möglichkeit, unsere Bedürfnisse zu kommunizieren und ggf. zu erfüllen.
Wenn unser Gegenüber nicht respektvoll kommuniziert, dann hilft es dem Zuhörenden in einem Konflikt, die VW-Methode anzuwenden. Das heißt, er oder sie verwandelt die Vorwürfe, die ihm entgegengebracht werden, gedanklich in Wünsche, hört dann auf diese verborgenen Bitten und reagiert entsprechend darauf.

Respekt ist keine Einbahnstraße

Wir alle möchten respektvoll behandelt werden. Wir fordern es meist von anderen – die Älteren von den Jüngeren, die, die in einer Hierarchie höher stehen, von den ihnen Untergebenen. Aber diese Einseitigkeit der Richtung passt nicht mehr in unsere heutige Gesellschaft im westlichen Europa.

Respekt muss vorgelebt werden. Sind Eltern ihren Kindern gegenüber respektvoll, wirken sie als Vorbild – das ist Erziehung. Erziehung ist nichts anderes als Vorbild und gut in Beziehung sein. Aber so gesehen erziehen wir uns alle gegenseitig – und das bei jeder Begegnung und ein Leben lang. Respekt beruht damit weniger auf einer Richtung, als auf Gegenseitigkeit und stellt sich auch nur daraus her.

Respekt als eine Säule gelingender Beziehung bedeutet, mich auf mein Gegenüber einzulassen, auf Augenhöhe mit ihm oder ihr zu kommunizieren, ihn oder sie ernst zu nehmen und seine oder ihre Sicht versuchen zu verstehen. Es bedeutet auch, ihn oder sie so zu behandeln, wie ich selbst behandelt werden möchte.

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